Unter der Code-Vorschau im Editor steht eine Zeile wieV3 · Mask 2 · 29×29 Module · ECC QUARTILE. Sie zeigt vier
zusammenhängende Eigenschaften des erzeugten QR-Codes.
Version (V1–V40)
Der QR-Standard definiert 40 Versionen mit fest vorgegebenen
Modul-Anzahlen — V1 ist 21×21, V2 25×25, V3 29×29, … V40 ist 177×177.
Die nötige Version ergibt sich aus Payload-Länge plus ECC-Stufe.
Standardmäßig wählt der Encoder die kleinste passende Version —
das ist die dichteste Modul-Anordnung und für die meisten Anwendungen
optimal.
Mindestversion erzwingen
Manchmal willst du explizit eine größere Version als die kleinste
passende. Zwei klassische Pro-Fälle:
- Konsistente Größen über mehrere Codes — eine Print-Kampagne mit
zehn QR-Codes nebeneinander wirkt unprofessionell, wenn jeder Code
eine andere Modul-Anzahl hat (Payload-Längen unterscheiden sich oft
um wenige Zeichen). Wähle für alle dieselbe Mindestversion und sie
zeichnen sich identisch. - Größere Scan-Distanz — als Faustregel: Scan-Distanz ≈ 10× die
Code-Kantenlänge. Soll der Code aus 2 m gescannt werden, braucht er
≥ 20 cm Kantenlänge. Bei einer geforderten Druckgröße ist Modul-
Anzahl direkt umgekehrt zur Modul-Größe — mehr Module = kleinere
Module = schlechter scanbar bei Distanz. Wähle die Mindestversion
konservativ, der Encoder bumpt automatisch hoch, wenn die Payload
nicht reinpasst.
Im Editor steht das Feld Mindestversion unter der ECC-Auswahl.
Standard ist auto (kleinste passende). Werte 1–40 werden honoriert,
solange die Payload + ECC reinpassen — sonst rückt der Encoder
automatisch auf eine höhere Version vor.
Mask (0–7)
Jeder QR-Code wird mit einem von acht Mask-Pattern überlagert,
damit die Modul-Verteilung zufällig genug aussieht und Scanner-
Algorithmen sie zuverlässig erkennen. Der Encoder wählt das Mask
automatisch nach einem Penalty-Score (welches Pattern produziert die
beste Lesbarkeit). In der Info-Zeile siehst du das gewählte
Mask-Pattern als Zahl 0–7.
Modul-Anzahl
Die Module sind die quadratischen Felder im QR-Code. Wir zeigen die
reine Daten-Matrix; die 4-Module-Quiet-Zone (scan-relevante Ruhefläche
rundherum) wird beim Druck ergänzt.
Fehlerkorrektur (ECC)
Die Fehlerkorrektur reserviert einen Teil der Modul-Bits für
Recovery-Daten. Je höher die Stufe, desto mehr Beschädigung verträgt
der Code beim Scannen — auf Kosten von Datenkapazität.
| Stufe | Wiederherstellbar | Empfehlung |
|---|---|---|
| LOW | ~7 % | Sauberer Druck auf Papier, Bildschirm-Anzeige |
| MEDIUM | ~15 % | Standard für Web-Codes |
| QUARTILE | ~25 % | Druck mit kleinem Logo, leichter Schmutz |
| HIGH | ~30 % | Großes Logo, raue Oberflächen, Outdoor |
Wenn die Payload für eine ECC-Stufe zu groß ist, deaktiviert der
Editor diese Option im Dropdown — entweder Payload kürzen oder
niedrigere ECC wählen.
Wann lohnt sich höhere ECC?
- Logo im Code (Pro-Feature, kommt): höhere ECC verträgt das
Übermalen einer Logo-Fläche. - Druck auf rauen Oberflächen (Holz, Stoff, Karton): mehr
Toleranz gegen Tinten-Bleed und Faserstörungen. - Outdoor-Sticker: Sonne und Regen zerlegen einen LOW-Code
schneller als einen HIGH-Code.
Wann reicht LOW?
- Reine Bildschirm-Anzeige.
- Druck auf Hochglanzpapier in idealer Beleuchtung.
- Sehr lange Payloads, bei denen MEDIUM/QUARTILE/HIGH die Kapazität
überschreiten würden.